Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Informationen zu Blutzucker

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Blutzucker
Diagnose von Blutzucker

Die Diagnose des Blutzuckers erfolgt meist, um festzustellen, ob der Betroffene an Diabetes mellitus erkrankt ist. Von Bedeutung für diese Krankheit sind, je nach Diabetestyp, Risikofaktoren wie z. B. Übergewicht, erbliche Faktoren, Rauchen und Alkohol. Wer gefährdet ist, sollte sich einer alljährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Arzt unterziehen. Dabei wird der Blutzucker gemessen. Der nüchtern gemessene Blutzucker sollte einen Wert von 110 mg/dl nicht überschreiten. Ansonsten kann ein Vorstadium des Diabetes-Typ-2 (Prädiabetes) vorliegen. Bringt die Messung des Blutzuckers nüchtern keine Klarheit, wird ein oraler Glukosetoleranztest vorgenommen. Die Patienten trinken eine Glukoselösung. Zwei Stunden später wird der Blutzucker gemessen. So kann man Diabetes mellitus oder eine gestörte Glukosetoleranz diagnostizieren.

Diagnose von Blutzucker

Es gibt Kriterien, die darauf hinweisen, dass ein Patient gefährdet ist, an Diabetes Typ II zu erkranken. Ein Kriterium ist Übergewicht, aber auch die erbliche Komponente ist von Bedeutung. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind ebenfalls Risikofaktoren für hohen Blutzucker und die Diagnose Diabetes mellitus Typ II.

Diejenigen Menschen, die zur Gruppe der gefährdeten Menschen gehören, sollten einmal im Jahr bei einer ärztlichen Vorsorgeuntersuchung klären lassen, ob sich ein Diabetes entwickelt hat. Auch die Diagnose eines Vorstadiums von Diabetes (Prädiabetes) ist möglich. Es wird zur Diagnose von Diabetes mellitus auch der Blutdruck gemessen. Körpergröße und Körpergewicht werden ebenfalls untersucht. Besonders wichtig ist aber die Ermittlung des Blutzuckerwertes. Die Diagnose des Blutzuckers geschieht über eine Blutuntersuchung. Es wird neben dem Blutzucker auch der Blutfettwert geprüft.

Diagnose des nüchtern Blutzuckers

Die Diagnose des Blutzuckers geschieht, um Diabetes mellitus auszuschließen. Die Ärzte folgen dabei der Empfehlung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) aus dem Jahre 2004. Dabei erfolgt die Diagnose von Blutzucker vorwiegend nüchtern. Zwölf Stunden vor der Blutabnahme dürfen die Betroffenen nichts zu sich nehmen. Auch auf das Rauchen sollten sie verzichten. Im nüchternen Zustand sollte der Blutzucker nicht über 110 mg/dl (6,1 mmol/l) liegen.

Bei einem solchen Blutzuckerwert kann die Diagnose Diabetes ausgeschlossen werden. Wenn der Blutzucker nüchtern zwar unter dem Grenzwert für Diabetes mellitus bleibt, aber dennoch höher als im Normalfall ist, dann hat der Patient eine abnorme Nüchternglukose. Herrscht nach der Untersuchung von Blutzucker immer noch Unklarheit, kann ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden.

Diagnose des Blutzuckers mit dem oralen Glukosetoleranztest

Die Patienten trinken zur Feststellung des Blutzuckers eine standardisierte Glukoselösung. Diese Testlösung lässt den Blutzucker steigen. Zwei Stunden später wird der Blutzucker gemessen. Wenn der Blutzucker bei der Diagnose über 200 mg/dl liegt, hat der Patient Diabetes mellitus. Wenn der Wert zwar unter 200 mg/dl beträgt, aber die 140 nicht unterschreitet, lautet die Diagnose gestörte Glukosetoleranz (IGT).

Verschiedene Verfahren zur Diagnose des Blutzuckers

Die Überprüfung des Blutzuckers anhand des Urins wird heute nicht mehr vorgenommen. Stattdessen wird das Blut untersucht. Wenn Unklarheit besteht, welcher Diabetes-Typ vorliegt, sollte man labortechnisch nach den Antikörpern suchen, die jeweils typisch sind. Jeder Diabetiker sollte ein transportables Blutzuckermessgerät besitzen und mit sich führen. Zur Blutprobe wird das sogenannte Kapillarblut, meist aus der Fingerkuppe, verwendet. Die Messergebnisse aus dem Labor mit Blut aus der Vene oder Arterie sind zwar genauer, aber für die tägliche Einschätzung der Insulindosis reicht die Messung mit den handelsüblichen Messgeräten i. d. R. aus.

Fedor Singer

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Der Blutzuckerspiegel unterliegt natürlichen Schwankungen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann auf Diabetes mellitus hinweisen. Bei Diabetikern ist zu wenig Insulin im Körper vorhanden, sodass dem Körper Insulin zugeführt werden muss. Dies ist bei Diabetes Typ I der Fall. Beim Diabetes Typ II ist zwar Insulin im Körper vorhanden, aber es kann an den entsprechenden Orten im Körper nicht wirken. Dies nennt man Insulinunempfindlichkeit oder auch Insulinresistenz. Der Blutzucker ist dadurch erhöht (Hyperglykämie).

Blutzuckersenkende Medikamente können einen zu niedrigen Blutzucker verursachen (Hypoglykämie). Dann müssen die Betroffenen Kohlenhydrate zu sich nehmen, z. B. in Form von Traubenzucker.

Bei Diabetikern kann sich ein sogenannter diabetischer Fuß entwickeln. Schädigungen an den Nerven, Durchblutungsstörungen und eine schlechte Wundheilung durch Diabetes mellitus können dazu führen, dass Wunden chronisch werden. Diese müssen richtig behandelt werden. Insulinpflichtige Patienten benutzen heute i. d. R. keine Einmalspritzen mehr. Stattdessen werden Insulin-Pens verwendet, die einfacher in der Anwendung sind. Eine Insulinpumpe wird außen am Körper des Patienten angebracht. So wird regelmäßig Insulin freigesetzt. Das Insulin, das zu den Mahlzeiten benötigt wird, kann per Knopfdruck verabreicht werden. Den Vorrat an Insulin trägt man immer bei sich. Dies lässt dem Betroffenen gewisse Freiheiten im Tagesablauf.

Blutzucker bezeichnet die Glukose bzw. den Traubenzucker im Blut. Es handelt sich um einen sogenannten Einfachzucker, der schnell über den Darm aus der Nahrung aufgenommen wird. Blutzucker ist für den Körper ein wichtiger Lieferant von Kalorien bzw. Energie. Der Blutzucker kann mithilfe des Hormons Insulin in die Körperzellen gelangen. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse hergestellt. Die Produktion von Insulin kann gestört sein. Dann wird die Glukose bzw. der Blutzucker nicht mehr richtig verwertet. Blutzucker kann entweder in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) gemessen werden oder in Millimol pro Liter (mmol/l). Es sollten bei der Messung des Blutzuckers bestimmte Werte nicht über- oder unterschritten werden.