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Ratgeber Informationen zu Blutzucker

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Blutzucker
Entstehung von erhöhtem oder zu niedrigem Blutzucker

Der Blutzuckerspiegel unterliegt natürlichen Schwankungen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann auf Diabetes mellitus hinweisen. Bei Diabetikern ist zu wenig Insulin im Körper vorhanden, sodass dem Körper Insulin zugeführt werden muss. Dies ist bei Diabetes Typ I der Fall. Beim Diabetes Typ II ist zwar Insulin im Körper vorhanden, aber es kann an den entsprechenden Orten im Körper nicht wirken. Dies nennt man Insulinunempfindlichkeit oder auch Insulinresistenz. Der Blutzucker ist dadurch erhöht (Hyperglykämie).

Blutzuckersenkende Medikamente können einen zu niedrigen Blutzucker verursachen (Hypoglykämie). Dann müssen die Betroffenen Kohlenhydrate zu sich nehmen, z. B. in Form von Traubenzucker.

Entstehung von erhöhtem oder zu niedrigem Blutzucker

Der Blutzucker kann erhöht oder zu niedrig sein. Zur Entstehung dieser Abweichungen kommt es vor allem bei der Erkrankung Diabetes mellitus. Die folgende Tabelle zeigt, welche Bedeutung ein bestimmter erhöhter Wert beim Blutzucker hat:

Werte Blutzucker in mg/dl und mmol/l Bedeutung
Blutzucker nüchtern über 126 mg/dl oder 7,0 mmol/l Diabetes mellitus
Blutzucker zu beliebigem Zeitpunkt oder 2 Stunden nach Belastungstest (Traubenzucker) über 200 mg/dl oder 11,1 mmol/l Diabetes mellitus
Blutzucker nüchtern 100 bis 126 mg/dl oder 5,6 bis 7,0 mmol/l Verdacht auf Typ-2-Diabetes / Prädiabetes
Blutzucker zu beliebigem Zeitpunkt oder 2 Stunden nach Belastungstest (Traubenzucker) 140 bis 200 mg/dl oder 7,8 bis 11,1 mmol/l Verdacht auf Typ-2-Diabetes / Prädiabetes

Der Begriff Prädiabetes ist umstritten, da nicht jeder, der erhöhte Werte hat auch an Typ-2-Diabetes erkranken muss. Allerdings sollte bei Prädiabetes eine Intervention erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Typ-2-Diabetes zu minimieren.

Die Entstehung von erhöhtem Blutzucker

Ist ein Mensch an Diabetes mellitus erkrankt, sind die Körperzellen nicht mehr in der Lage, den Blutzucker richtig zu verwerten. Das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird, fehlt oder kann nicht richtig wirken. Der Blutzucker kann nicht mehr in die Zellen eindringen und es kommt zur Entstehung von erhöhtem Blutzucker. Dieses Phänomen nennt man auch Hyperglykämie. Mögliche Symptome sind häufiger Durst und Harndrang, Herzprobleme, Müdigkeit, Juckreiz.

Die Entstehung von erhöhtem Blutzucker durch Diabetes Typ I

Diabetes Typ I ist eine Autoimmunkrankheit. Das menschliche Immunsystem (Abwehrsystem) kann bestimmte körpereigene Zellen nicht mehr als körpereigen erkennen. Daher bekämpft es diese Zellen wie Fremdkörper. Das Immunsystem zerstört in diesem Fall die ?-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Diese sind für die Insulinproduktion zuständig. Es wird also zu wenig oder kein Insulin mehr hergestellt.

Die Entstehung von erhöhtem Blutzucker durch Diabetes Typ II

Beim Diabetes Typ II ist nicht zu wenig Insulin vorhanden, sondern es wirkt nicht mehr an den entsprechenden Körperzellen. Man spricht hier von Insulinresistenz (Insulinunempfindlichkeit). Der Blutzucker steigt.

Die Entstehung von erhöhtem Blutzucker durch Schwangerschaftsdiabetes

Die Entstehung dieser Form von Diabetes kommt bei Schwangeren vor und hat ihre Ursache in der hormonellen Umstellung dieser Zeit. Es werden in diesem Fall insulinfeindliche Hormone ausgeschüttet, die zu einer Insulinunempfindlichkeit führen können.

Die Entstehung von zu niedrigem Blutzucker

Die Entstehung von zu niedrigem Blutzucker (Hypoglykämie) kann bei Diabetikern, die blutzuckersenkende Medikamente nehmen, auftreten. Dies ist selbst bei guter Medikamenteneinstellung nicht immer zu vermeiden. Die meisten Diabetiker merken es, wenn ihr Blutzucker sinkt. Dann sollten zügig schnell ins Blut gehende Kohlenhydrate eingenommen werden.

Dauerhaft zu niedriger Blutzucker kann gefährlich werden. Ein zu niedriger Blutzucker kann auch eine Gefahr sein im Straßenverkehr, bei der Arbeit, beim Sport. Mögliche Symptome reichen von Funktionsausfällen bis zur Bewusstlosigkeit. Nicht-Diabetiker setzen bei Unterzuckerung Zuckerreserven frei, bei Diabetikern ist das Risiko eines Unterzuckers aufgrund der blutzuckersenkenden Medikamente erhöht.

Fedor Singer

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Diagnose Blutzucker

Die Diagnose des Blutzuckers erfolgt meist, um festzustellen, ob der Betroffene an Diabetes mellitus erkrankt ist. Von Bedeutung für diese Krankheit sind, je nach Diabetestyp, Risikofaktoren wie z. B. Übergewicht, erbliche Faktoren, Rauchen und Alkohol. Wer gefährdet ist, sollte sich einer alljährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Arzt unterziehen. Dabei wird der Blutzucker gemessen. Der nüchtern gemessene Blutzucker sollte einen Wert von 110 mg/dl nicht überschreiten. Ansonsten kann ein Vorstadium des Diabetes-Typ-2 (Prädiabetes) vorliegen. Bringt die Messung des Blutzuckers nüchtern keine Klarheit, wird ein oraler Glukosetoleranztest vorgenommen. Die Patienten trinken eine Glukoselösung. Zwei Stunden später wird der Blutzucker gemessen. So kann man Diabetes mellitus oder eine gestörte Glukosetoleranz diagnostizieren.

Therapie Blutzucker

Erhöhter oder zu niedriger Blutzucker tritt bei Diabetes mellitus auf. Diabetiker müssen ein Leben lang mit der Erkrankung leben. Sie ist nicht heilbar. Injektionen von Insulin oder entsprechende Medikamente sind also unerlässlich.

Bei der Therapie gilt es, das richtige Insulin, die richtige Menge bzw. die richtigen Medikamente herauszufinden, damit der Blutzucker bestmöglich normalisiert werden kann. Folgeerkrankungen, die möglich sind, können ggf. durch eine gute Einstellung des Blutzuckers vermieden werden. Wichtig ist auch die richtige Ernährung. Eine spezielle Diabetesdiät gibt es nicht, allerdings sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Vollkornprodukte, Ballaststoffe, Obst und Gemüse wirken sich günstig auf den Blutzucker aus. Einfachzuckersollten vermieden werden.

Der Blutzuckerspiegel unterliegt natürlichen Schwankungen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann auf Diabetes mellitus hinweisen. Bei Diabetikern ist zu wenig Insulin im Körper vorhanden, sodass dem Körper Insulin zugeführt werden muss. Dies ist bei Diabetes Typ I der Fall. Beim Diabetes Typ II ist zwar Insulin im Körper vorhanden, aber es kann an den entsprechenden Orten im Körper nicht wirken. Dies nennt man Insulinunempfindlichkeit oder auch Insulinresistenz. Der Blutzucker ist dadurch erhöht (Hyperglykämie).

Blutzuckersenkende Medikamente können einen zu niedrigen Blutzucker verursachen (Hypoglykämie). Dann müssen die Betroffenen Kohlenhydrate zu sich nehmen, z. B. in Form von Traubenzucker.